Depressionen und Borderline

Die Borderline–Störung ist eine Persönlichkeitsstörung, die sich durch Stimmungsschwankungen, chaotische zwischenmenschliche Beziehungen und ein schwankendes Selbstbild auszeichnet.

Die Beziehungen sind instabil mit häufig wechselnden Partnern.

Starke Gefühlsausbrüche vermehrte Reizbarkeit, Angst und Depressionen sind für diese Persönlichkeitsstörung typisch.

Außerdem verhalten sich Betroffene häufig selbstschädigend und destruktiv.

Oft liegen Mißbrauchserfahrungen in deren Vergangenheit.

Die Betroffenen können keine befriedigende Beziehungen mit familiärer Bindung, mit engen Freunden und in einem erfüllenden Beruf eingehen. Menschen mit einer Borderline Störung bemühen sich tatsächliches oder erwartetes Verlassenwerden zu vermeiden. Drohende Trennung, Zurückweisung oder der Verlust äußerer Strukturen können zu grundlegenden Veränderungen des Selbstbildes, der Affekte, des Verhaltens und des Denkens führen.

Diese individuell erlebte Bedrohung aktiviert intensive Ängste vor Verlassenwerden und unangemessene Wut, wenn sie mit unvermeidbaren Veränderungen konfrontiert sind.

Faktoren, die die Entwicklung eines Borderlinesyndromes begünstigen:

  • Armut
  • Vernachlässigung
  • Körperlicher und sexueller Missbrauch
  • Feindselige Konflikte in der Familie
  • Gewalt
  • Drogen
  • Früher Verlust oder frühe Trennung von den Bezugspersonen

Die Borderline Persönlichkeitsstörung wird auf 2% in der Allgemeinbevölkerung, auf 10% bei ambulanten und 20% bei stationären psychiatrischen Patienten geschätzt.

Da Depressionen mit dieser Borderline-Persönlichkeitsstörung vergesellschaftet sind, ist es daher wichtig, dass vor allem die eigentliche Grunderkrankung (Borderlinesyndrom) behandelt wird.