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Medikamente
Lithiumsalze
Die Lithiumsalze werden hauptsächlich in der Langzeittherapie als Prophylaxe bei affektiven Störungen, wie bipolaren Erkrankungen oder schweren Depressionen eingesetzt.
Sie werden zur Prophylaxe und als Zusatztherapie in Kombination mit anderen Antidepressiva eingesetzt.
Da die therapeutische Breite (schädigende Wirkung liegt nur wenig über der therapeutischen Wirkung) bei den Lithiumsalzen sehr gering ist, muß der Blutlithiumspiegel regelmäßig kontrolliert werden.
Die Lithiumsalze haben als einzige antidepressive Medikamentation eine suizidverhütende Wirkung, indem sie stabilisierend auf die Stimmung wirken.
Die genaue Wirkung der Lithiumsalze ist unbekannt. Es wird vermutet, dass Lithiumsalze die Wahrscheinlichkeit einer affektiven Episode vermindern, indem sie den Noradrenalinüberschuß bei Manie senken und bei Depressionen die Serotoninproduktion aktivieren.
Als Nebenwirkungen können auftreten:
- Gewichtszunahme
- Kreislaufsstörungen
- Tremor
- Gastrointestinale Nebenwirkungen: Übelkeit, Erbrechen
- Blutbildveränderungen
- Durst
- Vermehrtes Harnlassen
- Durchfall
- Schilddrüsenunterfunktion
Depression Tags: Medikamente
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Letzte Änderung des Artikels: 2010-08-03 14:02
FachautorIn: Dr. Barbara Zweytick, Psychotherapeutin
Revision: 1.1
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