Ältere Menschen: Diagnose

Bevor eine Depression behandelt werden kann, muss sie natürlich vorher erst diagnostiziert werden. Gerade bei älteren Menschen ist dies aber nicht ganz einfach. Ältere Menschen, sind oft nicht gewohnt über ihre Gefühle zu reden, nennen oft die körperlichen Symptome einer depressiven Erkrankung. Sie klagen über Schlaflosigkeit, Probleme mit der Verdauung, Appetitverlust und Gewichtsverlust. Häufig werden viele verschiedene Untersuchungen durchgeführt, ohne die Depression zu diagnostizieren. Außerdem können körperliche Symptome sein:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindelanfälle
  • Blasenstörungen
  • Andauernde Müdigkeit
  • Muskelverspannungen (vor allem im Nackenbereich )
  • Gelenksbeschwerden
  • Sehstörungen (Flimmern vor den Augen )
  • Frieren oder Schwitzen (vor allem an Händen und Füße )
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Gewichtsverlust, Völlegefühl
  • Appetitlosigkeit
  • diffuse Schmerzsymptomatik
  • Funktionsstörungen von Magen und Darm, Herz – Kreislauf und Atmung
  • Körperliche Abgeschlagenheit
  • Impotenz, Verlust des sexuellen Verlangens

Auch kann die Depression die Folge einer anderen Erkrankung sein. Diese können sein:

  • Chronische Erkrankung der Atemwege
  • Erkrankung des Gehirns ( z.B. Demenz )
  • Tumore
  • Infektiöse oder auch entzündliche Erkrankung
  • Herzinsuffizienz
  • Mangelernährung oder auch Fehlernährung ( z.B. Vitamin B12 – Mangel)
  • Stoffwechselstörung ( z .B. Leber- oder Niereninsuffizienz, Schilddrüsenunter- oder – überfunktion )
  • Drogenmissbrauch ( z.B. Alkohol )

Es ist wichtig, dass die Ursache einer Depression erörtert und behandelt wird. In einigen Fällen verschwindet die Depression dann von alleine. Depressionen können auch als Nebenwirkungen von Medikamenteneinnahmen entstehen. Patienten, die anfällig für Depressionen sind, sollten diese Medikamente meiden. Nehmen Sie Arzneimittel wegen einer anderen Krankheit ein und leiden an Symptomen, die für eine Depression sprechen, sollten Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen und dies mit ihm erortern. Setzen Sie die Medikamente aber nicht selbstständig ab, da sich sonst die behandelte Krankheit verschlimmern kann. Sieht Ihr Arzt alle Symptome jedoch als altersgerecht an, so sollten Sie gegebenenfalls eine Überweisung zu einem Psychiater verlangen, um dies nochmals genauer abzuklären.