Depressionen bei Männern

Etwa doppelt so viele Frauen erkranken an einer Depression als Männer. Dennoch steigt die Zahl der depressiven Männer. Wenn ältere alleinstehende Männer an einer Depression erkranken, ist ein Selbstmordversuch oft die Folge.

Die Entstehungsgenese einer Depression ist bei Männer, ähnlich der bei Frauen, z.B. Einsamkeit, Trennung oder Verlust vom Partner, Arbeitslosigkeit.

Oft spielen bei Männern schon einige Faktoren zusammen, dass eine Depression ausgelöst wird. Männer suchen in der Regel viel später professionelle Hilfe auf, als Frauen. Sie können in der Regel weniger gut über Gefühle und Gedanken sprechen. Sie ziehen sich eher zurück, als sich dazu zu bekennen, versuchen selbst wieder herauszukommen – scheitern sie daran, hat ihre Resignation oft schwere Auswirkungen. Aus diesem Grund kann man davon ausgehen, dass die Dunkelziffer depressiver Männer groß ist.

Etwa 30% der depressiven Männer haben oder hatten ein Suchtproblem zum Beispiel Alkoholsucht. Männer versuchen oft die Depression mit Drogen in den Griff bekommen wollen, was den Teufelskreis noch verengt.

Depression bei älteren Männern

Männer ab 50 Jahren produzieren bis zu 40% weniger Sexualhormone (v.a. Testosteron), als jüngere Männer. Dieser Vorgang ähnelt den Wechseljahren der Frau. Da das Testosteron zum Beispiel die Erektion, Ejakulation und auch das sexuelle Verlangen im Gehirn steuert, kann es bei einer geringeren Hormonausschüttung zu folgenden Symptomen kommen:

  • Erektionsschwäche
  • Verwirrtheit
  • Erschöpfung
  • Nachlass der Libido

Depressionen und die Sexualität

Für jeden Mann, egal welchen Alters, ist die Sexualität sehr wichtig. Kommt es zu sexuellen Störungen, kann dies der Auslöser von Depressionen sein. Doch auch bei der Einnahme von Antidepressiva können Sexualstörungen als Nebenwirkungen ausgelöst werden. Da Sexualität auch die Partner betrifft wäre auf diesem Gebiet Offenheit sehr wichtig.

Ansonsten können Missverständnisse auftreten, wie z.B:

  • Der Mann hat eine Affäre oder eine neue Liebe
  • Der Partner hat das Gefühl nicht mehr geliebt zu werden
  • Der Partner fühlt sich nicht mehr attraktiv oder liebenswert

Um Missverständnisse zu verhindern, sollten Sie offen mit Ihrem Partner über Ihr Befinden sprechen.