Was ist eine Depression?

Die Depression ist eine ernst zu nehmende psychische Erkrankung. Sie kommt in vielen Formen mit wechselnden Symptomen vor und hat verschiedene Verlaufsmuster. Sie beeinträchtigt der Leben von Menschen in unterschiedlichem Ausmaß. So haben manche Menschen nur das Gefühl der Schwermut, wenngleich sie noch gut lebensfähig bleiben. Andere hingegen sind nicht mehr in der Lage das Leben in gewohnter Weise zu meistern. Ihr Leben ist geprägt von anhaltender gedrückter Stimmung, Langeweile, Trost- und Hoffnungslosigkeit. Sie spüren eine Hemmung ihres Antriebes, einen Interessenverlust, soziale Probleme (Rückzug) sowie vielfältige körperliche Symptome, die von Schlaflosigkeit über Appetitstörungen bis hin zu Schmerzzuständen reichen können.

Die Mehrheit der Betroffenen beschäftigt sich früher oder später mit Selbstmordgedanken. 10-15% aller Depressiven sterben durch Suizid (Selbstmord).

Die Wahrscheinlichkeit an einer Depression im Laufe des Lebens zu erkranken beträgt bei Frauen 10-25%, bei Männern 5-12%. Es gibt keine eindeutigen Zusammenhänge zwischen dem Auftreten einer Depression, der ethnischen Herkunft, dem Bildungsgrad, dem Einkommen oder dem Familienstand.

An Depressionen können Menschen jeder Altersgruppe von Kindern bis Hochbetagten erkranken. Das Durchschnittserkrankungsalter der Erstmanifestation (ersten Episode einer Depression) liegt zwischen 25-44 Jahren.

Die Vorphase einer Depression kann Wochen-Monate dauern. Die Dauer des Vollbildes einer Depression beträgt ca 6 Monate, kann jedoch auch länger andauern. Halten die Symptome der Erkrankung über 2 Jahre an, so spricht man von einem chronischen Verlauf sprechen

Manche Menschen haben im Leben nur eine einzige Episode einer Depression. 2/3 der Betroffenen haben mehrere Episoden, für einige von diesen wird die Depression zu einem chronischen Leiden. Wird nach der ersten Episode der normale seelische Ausgangszustand nicht mehr erreicht, steigt die Wahrscheinlichkeit deutlich neuerlich zu erkranken.

Weitere Episoden einer Depression folgen oft psychosozialen Belastungsfaktoren (Tod einer geliebten Person, Scheidung, Arbeitslosigkeit, Krankheit usw.).