Navigation
Telefon-Seelsorge 24h
Österreich: 142Schweiz: 143
Deutschland: 0800-1110111 oder: 0800-1110222
Neue Artikel 
- Burnout-Syndrom als Vorstufe der Depression? (2010-03-17 23:00)
- Behandlung (2010-03-17 22:44)
- Psychotherapeuten (2010-03-17 22:40)
- Alternative Heilmethoden (2010-03-17 01:12)
- Praxen (2010-03-16 23:46)
Quicklinks
Depressionen News 
Wege aus der Depression 
depressionen.at liefert viele Antworten zum Thema Depressionen:
- Was ist eine Depression?
- Wie bemerke ich eine Depression?
- Welche Formen von Depressionen gibt es?
- Wie kann sich eine Depression auswirken?
- Zu welchem Arzt soll ich am besten gehen?
- Was können die Ursachen einer Depression sein?
Desweiteren haben Sie auch die Möglichkeit Fragen zu stellen.
Lichttherapie bei Depressionen 
Depressionen können vielerlei unterschiedliche Ursachen haben. Wissenschaftliche Studien belegen jedoch, dass Licht den Serotoninspiegel steigen lässt und sich damit positiv auf die Psyche auswirkt. Nicht nur in den skandinavischen Ländern setzen viele Psychotherapeuten daher auf Lichttherapie, bei der die Patienten speziellen Lampen, die das Tageslicht imitieren, ausgesetzt werden.
Die Lichttherapie gibt es bereits seit den 80er Jahren. Zwischenzeitlich hat sich jedoch viel getan und die Technologie der Lampen konnte optimiert und an die individuellen Bedürfnisse der Patienten angepasst werden. So gibt es so genannte „Wohlfühllampen“ mit einer Leistung von weniger als 2.500 Lux für den Hausgebrauch, die bei leichten Symptomen eingesetzt werden können. Bei mittleren und schweren depressiven Verstimmungen ist hingegen eine therapeutische Lampe sinnvoll. Dabei handelt es sich um Lichtquellen, die über 2.500 bis etwa 10.000 Lux Strahlung erbringen. Da gute Geräte dieser Art jedoch teuer sind (300 bis 500 Euro) und die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten nicht übernehmen, gilt es abzuwägen, ob sich die Anschaffung eines
Geräts lohnt oder ob man sich lieber zu den Sitzungen in die Praxis des behandelnden Therapeuten begibt.
Aktuelle Studien zeigten, dass Lichttherapie nicht nur bei jahreszeitlich bedingten Depressionen wirksam ist, sondern auch einen unterstützenden Effekt bei der Behandlung schwerer chronischer Depressionen hat. Ebenso beim Prämenstruellen Syndrom sowie bei Schlafstörungen haben Betroffene positive Erfahrungen gemacht. Ferner lassen sich auch im Falle einer bipolaren Störung (manische Depression) mit dem Verfahren die Anzahl und die Schwere der Schübe verringern. Vor allem bei Frauen wurden auf diese Weise sehr gute Ergebnisse erzielt. Der große Vorteil der Methode ist, dass der Organismus durch keinerlei Medikamente belastet wird. Auch darf das Licht nicht mit der schädlichen Strahlung, wie sie beispielsweise in Solarien vorkommt, verwechselt werden. Die Therapieform gilt daher als nebenwirkungsfrei. Einschränkungen liegen nur bei bestimmten Augenerkrankungen vor. Besonders ältere Patienten sollten deshalb vor Therapiebeginn den Augenarzt befragen.
Depressionen: Hilfe durch tiefe Hirnstimulation 
Innerhalb der letzten Jahrzehnte avancierten Depressionen in den Industrienationen zu einer wahren Volkskrankheit. Die Möglichkeit, den niedergedrückten Seelenzustand mit Hilfe von „Glückspillen“ – so genannter Antidepressiva – zu beseitigen, scheint dabei verlockend einfach. Doch besonders bei Patienten, deren Depressionen in Folge eines Schicksalsschlages oder einer belastenden Lebenssituation entstanden, ist eine rein medikamentöse Therapie häufig nicht ausreichend. In vielen Fällen empfehlen sich daher psychologische Maßnahmen wie Verhaltenstherapie oder eine tiefenpsychologische Analyse. Weiterhin stehen alternative Heilverfahren wie Licht- oder Hypnosetherapie zur Verfügung.
Trotzdem gibt es zahlreiche Betroffene, bei denen die herkömmlichen Behandlungsmaßnahmen nicht anschlagen. Für diese Patienten gibt es jedoch seit Kurzem neue Hoffnung. Mediziner der Universitätskliniken Bonn und Köln haben einen Zusammenhang zwischen Depressionen und einer Störung des Belohnungszentrums des Gehirns entdeckt. Zur Stimulation dieses Areals implantierten die Ärzte zehn erkrankten Personen Elektroden, sprich eine Art elektrische Schrittmacher, wie sie vereinzelt auch zur Behandlung der Parkinsonschen Krankheit verwendet werden. Mit erstaunlichem
Erfolg: Die Hälfte der Patienten verspürte innerhalb weniger Tage nach dem Einsetzen der Elektroden eine deutliche Verbesserung der depressiven Anzeichen. Auch ein Jahr später hatte die Behandlung nichts von ihrer Wirksamkeit eingebüßt, da im Gegensatz zu medikamentösen Therapien keinerlei Gewöhnung eintritt. Hin und wieder beobachteten die Mediziner das Auftreten unspezifischer Ängste bei den Patienten. Die Hirnfunktionen wurden jedoch nicht beeinträchtigt.
Der Effekt der tiefen Hirnstimulation besteht darin, dass der Hirnstoffwechsel langfristig verändert und anregt wird. Die Impulse wirken bis in den Hypothalamus und das limbische System des Hirns, sprich in den Regionen, in denen Erlebnisse und Gefühle verarbeitet werden. Auf diese Weise können schwere depressive Symptome bei bislang therapieresistenten Patienten gelindert und beseitigt werden. Da es sich jedoch grundsätzlich um einen schwerwiegenden und nicht risikofreien Eingriff handelt, muss die Entscheidung für eine Operation sorgsam und individuell abgewogen werden. Auch ethische Aspekte sollten stets in die Fallanalyse mit einbezogen werden.
Es sind 820 Artikel zum Thema Depressionen im Archiv
