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Depressionen erkennen - Hilfe annehmen

Waren Depressionen von einigen Jahrzehnten noch weitgehend unbekannt, so kann man sie aufgrund von wachsendem Leistungsdruck in der Gesellschaft, als eine Art neuer Volkskrankheit betrachten. Die Forschung geht davon aus, dass etwa 17 % der Bevölkerung einmal im Leben an einer Depression erkranken wird.

Wie kann man eine normale Gemütsverstimmung, die wohl jeden ab und zu befällt, von einer echten Depression unterscheiden? Bei einer Depression sind alle Bereiche der Persönlichkeit, der Psyche und des Alltags, davon betroffen: das Denken, Fühlen, Handeln und das körperliche Befinden, ist hier beeinträchtigt. Das augenfälligste Merkmal einer Depression ist das negative und pessimistische Denken, es beherrscht den Betroffenen und vermittelt ihm das Gefühl, dass alles sinnlos ist und dass es keine Freude mehr gibt. Depressive Menschen quälen sich mit Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen, sie glauben nie mehr gesund und glücklich werden zu können.

Eine Depression geht auch mit verschiedenen körperlichen Symptomen einher, wie einer tiefgreifenden Erschöpfung. Der Erkrankte ist nicht mehr im Stande einfache Entscheidungen zu treffen, oder wird im Gegenteil von einer starken inneren Unruhe befallen. Oft führen diese Zustände zu Schlafstörungen und auch zu Ess- oder Sexualstörungen. Depressive essen entweder zu viel oder magern im Gegenteil stark ab, weil der Appetit fehlt. Auch körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Magenbeschwerden oder auch Herzschmerzen, können Begleiterscheinungen einer Depression sein.

Oft werden gerade sehr erfolgreiche Menschen von Depressionen befallen, hier scheint der wachsenden Leistungsdruck einer der Ursachen zu sein. In unserer Gesellschaft wird Schwäche nicht akzeptiert und wer die geforderte Leistung auf Dauer nicht bringen kann, fühlt sich ausgegrenzt und wertlos.

Depression ist kein Schicksal gegen dass es keine Hilfe gibt, wer erkrankt kann vielfältige Hilfe bekommen. Wichtig ist es hier sich nicht abzukapseln, sondern den Schritt nach vorne zu machen und sich professionelle Hilfe zu suchen.

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