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Lichttherapie bei Depressionen

Depressionen können vielerlei unterschiedliche Ursachen haben. Wissenschaftliche Studien belegen jedoch, dass Licht den Serotoninspiegel steigen lässt und sich damit positiv auf die Psyche auswirkt. Nicht nur in den skandinavischen Ländern setzen viele Psychotherapeuten daher auf Lichttherapie, bei der die Patienten speziellen Lampen, die das Tageslicht imitieren, ausgesetzt werden.

Die Lichttherapie gibt es bereits seit den 80er Jahren. Zwischenzeitlich hat sich jedoch viel getan und die Technologie der Lampen konnte optimiert und an die individuellen Bedürfnisse der Patienten angepasst werden. So gibt es so genannte „Wohlfühllampen“ mit einer Leistung von weniger als 2.500 Lux für den Hausgebrauch, die bei leichten Symptomen eingesetzt werden können. Bei mittleren und schweren depressiven Verstimmungen ist hingegen eine therapeutische Lampe sinnvoll. Dabei handelt es sich um Lichtquellen, die über 2.500 bis etwa 10.000 Lux Strahlung erbringen. Da gute Geräte dieser Art jedoch teuer sind (300 bis 500 Euro) und die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten nicht übernehmen, gilt es abzuwägen, ob sich die Anschaffung eines
Geräts lohnt oder ob man sich lieber zu den Sitzungen in die Praxis des behandelnden Therapeuten begibt.

Aktuelle Studien zeigten, dass Lichttherapie nicht nur bei jahreszeitlich bedingten Depressionen wirksam ist, sondern auch einen unterstützenden Effekt bei der Behandlung schwerer chronischer Depressionen hat. Ebenso beim Prämenstruellen Syndrom sowie bei Schlafstörungen haben Betroffene positive Erfahrungen gemacht. Ferner lassen sich auch im Falle einer bipolaren Störung (manische Depression) mit dem Verfahren die Anzahl und die Schwere der Schübe verringern. Vor allem bei Frauen wurden auf diese Weise sehr gute Ergebnisse erzielt. Der große Vorteil der Methode ist, dass der Organismus durch keinerlei Medikamente belastet wird. Auch darf das Licht nicht mit der schädlichen Strahlung, wie sie beispielsweise in Solarien vorkommt, verwechselt werden. Die Therapieform gilt daher als nebenwirkungsfrei. Einschränkungen liegen nur bei bestimmten Augenerkrankungen vor. Besonders ältere Patienten sollten deshalb vor Therapiebeginn den Augenarzt befragen.

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