Elektrokrampftherapie

Durch elektrischen Strom wird am Schädel von narkotisierten Patienten ein generalisierter Krampfanfall für max 40 Sekunden ausgelöst. Diese Methode findet hauptsächlich bei schweren bipolaren Erkrankungen und unipolaren Depressionen Anwendung, die durch ein Ungleichgewicht der Neurotransmitter ausgelöst wird. Durch die Elektrostimulation wird eine De und Repolarisation an den Nervenendigungen ausgelöst, die zu einer erhöhten Ausschüttung von Neurotransmittern führt.Anwendung findet diese Therapie bei schweren Depressionen, wo das Eintreten der medikamentöse Wirkung nicht abgewartet werden kann. In der Regel werden 6-10 Behandlungen durchgeführt. Da eine erhebliche Rückfallsquote besteht, sollte diese Therapievariante nur in Kombination mit einer medikamentösen Therapie stattfinden.

Als Nebenwirkungen können Gedächtnisstörungen auftreten, die sich in der Regel in Stunden bis Tagen wieder rückbilden zu können. Bei schweren Erkrankungen (nach Schlaganfällen, Herzinfarkten, bei schwerem Bluthochdruck, bei koronarer Herzerkrankung, Lungenerkrankungen und bei Hirn oder Aortenaneurysmen) ist die Elektrokrampftherapie kontraindiziert.