Leide ich unter einer Depression?

Eine Depression ist eine psychische Störung, die sehr schwer verlaufen kann. Das wichtigste Kennzeichen ist die Antriebslosigkeit der Betroffenen, die mit sehr niedergedrückter Stimmung über lange Phasen, mit Schlafstörungen und mehreren körperlichen Symptomen einhergeht. Es gibt Hilfe gegen diese Erkrankung auch abseits pharmakologischer Mittel.

Wann ist eine Niedergeschlagenheit eine Depression?

Niedergeschlagen sind Menschen aus verschiedensten, erklärbaren Gründen. Wenn diese Gründe nicht eindeutig festzustellen sind und der Mensch trotzdem extrem niedergeschlagen ist, schlecht schläft, in den Vormittagsstunden (bis 13.00 h MEZ) besonders leidet, Schwierigkeiten mit dem Essen und der Verdauung hat, unter Konzentrationsschwäche leidet und nur noch negative Urteile fällt, die überwiegend nicht begründet sind, liegt ganz offensichtlich eine depressive Symptomatik vor.

Feststellung der Depressionssymptome durch Selbsttest

Leide ich unter einer Depression?

© fred goldstein

Es gibt einige wirklich gute Selbsttests, mit denen sich eine depressive Symptomatik identifizieren lässt. Die depressiven Zustände werden damit nicht nur aufgedeckt, sondern auch quantifiziert. Das ist ziemlich bedeutsam. Wenn wir nur an den dominierenden Fakt der Antriebslosigkeit denken, so kann dieser alle möglichen Ursachen haben und sich in verschiedensten Formen zeigen. Teenager schlafen am Wochenende sehr gern sehr lange aus und wirken auf ihre Eltern dabei absolut antriebslos, jedoch sind sie deshalb noch lange nicht depressiv. In der WHO-Norm ICD 10 werden aber die maßgebenden Symptome in einer Depressionen-Skala erfasst.

Die Hauptsymptome sind:

  • Antriebslosigkeit
  • psychische Niedergeschlagenheit
  • gedrückte Stimmung, “Weltschmerz”
  • Interessensverlust
  • Freudlosigkeit (Anhedonie)
  • Minderung von Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Drogenmissbrauch
  • Schlafstörungen
  • Ess- und Verdauungsstörungen
  • Konzentrationsmangel

Beim entsprechenden Depressionen-Selbsttest beantworten die Betroffenen Fragen nach ihrem Zustand mit den alternativen Möglichkeiten, dieser trete “selten oder nie“, “oft”, “manchmal” oder “meistens/immer“ auf. Ein Selbsttest liefert jedermann eine erste Auskunft darüber, ob er von einer depressiven Erkrankung betroffen ist, die es in verschiedenen Formen unter anderem als bipolare Störung (manisch-depressiv, in der Regel vererbt) gibt. Wichtige Fragen sind zum Beispiel die nach dem Befinden zu einer bestimmten Tageszeit, dem plötzlichen, unbegründeten Auftreten von Erschütterung (Weinen) und dem Verlauf/Genuss von Essen, Schlafen und Sex.

Wo gibt es Hilfe bei einer Depressions-Erkrankung?

Ein Selbsttest ist ein hilfreiches Mittel, jedoch ist ärztliche (therapeutische) Hilfe unumgänglich, denn eine Depressions-Erkrankung kann durch Suizid oder einen Unfall tödlich enden. Gewarnt sei vor der Selbstmedikation. Auch ein Arzt wird Medikamente nur mit Augenmaß einsetzen, weil eine ausgewogene Lebensführung, das Vermeiden von schädlichem Stress und ein Erforschen von Ursachen in der individuellen Lebensgeschichte hilfreicher sind.

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